Stadt, Land, Garten
Ausstellungseröffnung und Lesung
Sonntag, 13. Mai 2010 um 20.00 Uhr
Schon Claire Waldoff besang es: „Wat braucht der Berliner um glücklich zu sein - `ne Laube, `nen Zaun und `nen Beet.“ In Berlins Schrebergärten lassen die geplagten Großstadtpflanzen ihre Seele baumeln. Diese grünen Oasen sowie Brachen in den Straßenschluchten laden Flora und Fauna zum Verweilen ein. Hier findet die Artenvielfalt - aller piefigen Unkenrufe zum Trotz - prächtige Entfaltungsmöglichkeiten. Die großstädtische Sehnsucht nach dem Land verzerrt das reale Bild der heutigen Landwirtschaft.
Oft geprägt von Monokulturen bietet diese kaum ökologischen Nischen. Die Arten sind daher auf Eroberungszug in die Stadt. Doch eine mögliche Übermacht täuscht, denn auch hier sind die grünen Rückzugsorte durch zunehmende Versiegelung in Gefahr.
Stadt, Land, Garten? Häufig verwischen die Bilder – urbanes wirkt ländlich, ländliches strukturiert und Gärten verschwinden unter Beton. Formen aus der Natur finden sich in der Architektur wieder und die Natur – sie wird irgendwann alles überwuchern.
Fotografien von Andrea Gerbode aus der Stadt, vom Land und aus Gärten
„Wo die Seele aufblüht , Warum ein Garten glücklich macht.“ - Doris Bewernitz liest aus ihrem Buch.


