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Kleinstadtmelodie

Freitag, 25. Februar 2011 um 20.00 Uhr

Lesung von Holger Burmeister

In Espelkamp, einem Ort in Ostwestfalen-Lippe, der wie tausend andere Städte ist und doch ganz anders, schlägt sich der Protagonist Helge zunächst zu Beginn der Siebzigerjahre durchs Leben. Die Eckpfeiler kleinstädtischer Existenz bilden dabei der recht unkomfortable Wohnblock und die Alkoholeskapaden des Vaters, den er zusammen mit seiner Schwester oft in die Stammkneipe begleiten muss, ohne jedoch die damit verbundene Mission zu erfüllen, alle wieder rechtzeitig und unversehrt zum Sonntagsbraten zurückzulotsen. Den Rangplatz Nummer eins erkämpft sich Helge auf Schulhofprügeleien immer wieder neu, dennoch gibt es für ihn lange Zeit bei Mädchen nichts zu holen. Bald darauf, als er durch Ekzeme völlig entstellt ist, der Drachen auf der Haut und in den Lungen tobt und die Hauptfigur in ein ganz eigenes Netz von Träumen und harter Wirklichkeit verstricken wird, gibt er das Ganze für die nächste Zeit völlig auf.Von unzähligen Krankenhausaufenthalten kehrt er für einige Wochen wie Napoleon von Elba in seine gewohnte Umgebung zurück, doch nur, um die baldige Verdammung selbst zu suchen: Seine körperlichen Leiden und die einsetzende Pubertät katapultieren ihn unumkehrbar aus dem Gravitationsfeld der normalen Gesellschaft und in eine ganz eigene Umlaufbahn. Er lernt wie ein Auszubildender die Sitten und Gebräuche der Punks. Herausstaffiert wie Marie Antoinette stellt er sich aber stets dieselbe Frage: Was ist eigentlich ein echter Punk?

“Geboren wurde ich 1969, also im heiligen Jahr des Rock’n'Roll und kurz nach den Menschenbeben von 1968. Dennoch ging man in unserer Familie nicht auf Sit-Ins, Festivals oder Demos, sondern zur Arbeit, malochen eben, in Espelkamp. (…)” H.B.

http://kleinstadtmelodie.de




“AUF TOHUWABOHU”

Freitag, 18. Februar 2011 um 20.00 Uhr

Gerald Wolf / Foto: © Denis Kuberski

Gerald Wolf / Foto: © Denis Kuberski

Politisches Kabarett von und mit Gerald Wolf: Stegreif, Parodien, schräge Typen …

Die Regierung steht unter Strom, Hartz 4 wird Leyden 1, der Erdball zur Google, S-Bahn fahren zum Abenteuer. Und im Urlaub muß sich das Berliner Taxifahrer-Original Kutschen Kalle auch noch durch den Dschungel der neu entdeckten Südseeinsel Tohuwabohu schlagen. Grausame Tyrannen beherrschen die Eingeborenen: Häuptling Anschea und ihre Politkaste kennen nur ein Ziel: Den Standort Tohuwabohu fitmachen! Auf-die-Palme-Gänger werden mit Ein-Muschel-Jobs bestraft, Rebellen sofort endgelagert! Vom höchsten Berg aus überwacht Schäubera mit Argusaugen das Geschehen. Vodoo-Priesterin Ullatia treibt nach ihrem Come Back die Bewohner mit ihren Zeremonien in den Wahnsinn. Und dann auch noch diese mysteriöse Botschaft: „Zur Erdbeer-Hölle 5 Kilometer!“

Parodien: Angela Merkel, Ulla Schmidt, Wolfgang Schäuble, Waldi Hartmann u.a. Ehrengast: Erich Honecker

Teil 1: Aktuelles Kabarett

Teil 2: Trip nach Tohuwabohu

Regie: Sandra Carbonell

Videos unter www.gerald-wolf-kabarett.de

7,-€ / erm. 5,-€




Mit der Reife wird man immer jünger

Ausstellung mit Fotos von Bettina Hahn

bis 18. Februar 2011

foto: bettina hahn - bilderwelten

“… Sache der Älteren ist es, freier, spielender, erfahrener, gütiger mit der eigenen Liebesfähigkeit zu verfahren, als Jugend es tun kann. Alter findet immer leicht die Jungen altklug. Aber Alter ahmt selber immer gern die Gebärden und Arten der Jugend nach, ist selber fanatisch, ist selber ungerecht, ist selber allein selig machend und leicht beleidigt.”

Hermann Hesse

www.bilderwelten-berlin.de




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